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Konzentration von Risiken
Als integrierter Finanzdienstleistungsanbieter mit einer breiten Produktpalette, die sich über verschiedene Geschäftssegmente und geographische Regionen erstreckt, ist die Diversifikation für unser Geschäftsmodell ausschlaggebend. Sie unterstützt uns bei der effizienten Handhabung unserer Risiken, weil sie den wirtschaftlichen Einfluss eines einzelnen Ereignisses beschränkt. Zudem trägt sie zu einem insgesamt relativ stabilen Ertrags- und Risikoprofil bei. Wie bereits oben erwähnt, hängt der Grad, in dem der Diversifikationseffekt realisiert werden kann, nicht nur von der Korrelation zwischen den Risiken ab, sondern auch von der relativen Konzentration derselben. Daher zielen wir stets darauf ab, große Einzelrisiken zu vermeiden und ein ausgewogenes Risikoprofil aufrechtzuerhalten.
Unverhältnismäßig große Einzelrisiken, die sich häufen und zu substanziellen Verlusten führen können (zum Beispiel Naturkatastrophen oder Kreditereignisse), werden einzeln (das heißt vor Eintritt des Diversifikationseffekts) streng beobachtet und unterliegen einem globalen Limitsystem. So hat der Vorstand der Allianz SE sowohl auf Ebene der operativen Einheiten als auch auf Gruppenebene Obergrenzen für Naturkatastrophen bestimmt. Sie dienen dazu, potenzielle Ertragsvolatilität zu dämpfen und mögliche Verluste durch Ereignisse mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von einmal in 250 Jahren zu mindern. Obergrenzen für die Gesamtgruppe sind an den veranschlagten Betriebsgewinn gebunden; die Obergrenzen für operative Einheiten in der Schaden- und Unfallversicherung stützen sich auf den Nettovermögenswert. Zwei Instrumente, die wir heranziehen, um Höchstrisiken zu mindern sowie finanzielle Folgen nachteiliger Ereignisse für Unternehmen und Eigentümer zu begrenzen, sind beispielsweise die traditionelle Rückversicherungsdeckung und zweckbestimmte Finanztransaktionen auf Gruppenebene.
Zusätzlich werden Kreditforderungen gegenüber einzelnen Schuldnern und Schuldnergruppen von der Gruppe überwacht und beschränkt. Hierfür wird ein übergreifendes Limitsystem eingesetzt, das sicherstellt, dass Kredit- und Kontrahentenrisiken der Gesamtgruppe adäquat kontrolliert werden. Folgende Risikomerkmale eines Kontrahenten werden dabei berücksichtigt: Geschäftsbericht, Bonität, Länder- und Branchenkategorie, die gegenwärtige Portfoliozusammensetzung der Allianz Gruppe und die Konzentration von Risiken, die der betreffende Kontrahent auf Portfolio ebene verursacht. Obergrenzen in Bezug auf Kontrahenten mindern nicht nur Risiken. Sie zeigen den operativen Einheiten auch auf, wo nicht genutzte Anlagechancen bestehen, und tragen gleichzeitig dazu bei, die aktuelle Portfoliostruktur auf Gruppenebene im Auge zu behalten.
Im Allgemeinen bestimmen und messen wir die Risikokonzentration auf der Basis des nichtdiversifizierten internen Risikokapitals entsprechend den Risikokategorien unseres internen Risikokapitalmodells. In den folgenden Abschnitten werden alle Risiken vor und nach Diversifikation vorgestellt und die Konzentration der einzelnen Risikoquellen besprochen.